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Ein Seglerleben - ABA maritime Ferienwohnungen in Cuxhaven
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Ein Seglerleben

Ein Seglerleben

EIN SEGLERLEBEN

1 Ein Mann, wir wollen Hans ihn nennen,
will sich zum Segelsport bekennen,
denn ist er nicht seit vielen Jahren
im Urlaub an die See gefahren?

2 War oft den ganzen Tag im Hafen,
um dort die Schiffe zu begaffen;
gefallen hat´s auch der Familie,
Tochter Ann und Frau Emilie.

3 Es wäre schön, wenn sie auch hätten
ein kleines Boot mit solchen netten
gehissten Segeln ganz in weiß
bei dem Gedanken wurd´ ihm heiß.

4 Und eines Tages war gekommen
der Zeitpunkt, als ein Herz genommen
er sich hat und ist gegangen,
um den A – Kurs anzufangen.

Der Segelkurs (Theorie)

5 Der Segelkurs, er war sehr teuer
nicht abzusetzen von der Steuer,
drum musst´ die künft´ge Crew beschließen,
nur Vater sollte ihn genießen.

6 Im Winter Hans saß manche Stunde
mit Frau und Töchterchen im Bunde
und lernte all die vielen Fragen
wollt´ in der Prüfung nicht versagen.

7 Es war ihm alles unbekannt,
was ist ein Stag, was ist ein Want,
was hat für Tauwerk so ein Boot,
zum Beispiel Leinen, Fall und Schot.

8 Was rechnet man zum stehenden Gut?
Nun alles, was nicht laufen tut.
Und von den Segeln man sollt´ wissen,
das man zuerst das Groß muß hissen.

9 Gedacht hat Hans nicht, daß beim Segeln
beachten muß man so viel Regeln.
Vergessen sollt´ er rechts und links,
um backbord, steuerbord jetzt ging´s.

10 Beim Wind hieß es nur Luv und Lee
und bei der Wende: Achtung – Re.
Die Windkraft sollt´ er nicht mehr messen
in Metern, nein, Beaufort statt dessen.

11 Das alles war noch nicht so schlimm,
viel schlimmer war der Segeltrimm.
Bisher war „gierig“ ihm bekannt
allein mit Fressen im Verband.

12 Dass so ein Boot nach Luv oft giert
man dann zuerst die Großschot fiert,
und die Mannschaft setzt nach hinten;
da gibt es wirklich viele Finten.

13 Erst dann das Boot fängt an zu lassen
solche Gier, er konnt´s nicht fassen.
Das war wirklich eine Tücke,
Hans lernt es nicht, nur Mut zur Lücke.

14 Und endlich war der Tag gekommen
der Prüfung, Hans war ganz benommen,
nicht schlafen konnt´ er tagelang,
so war ihm vor der Prüfung bang.

15 Da gab es zwei verschiedene Bogen
doch das Glück war nicht gewogen
unserm Hans, es kam ganz schlimm,
man fragte nach dem Segeltrimm.

16 Doch beide Augen zugedrückt
die Prüfer haben und geglückt
die Prüfung ist. Jetzt konnte man
zum Praxisteil sich melden an

Die Praxis

17 Ein Wochenende muss genügen,
um die Praxis hinzukriegen,
wenn man übt zwei lange Tage,
doch ist das eine rechte Plage.

18 Am Samstag Morgen gleich um sieben
das kleine Boot ins Wasser schieben
der Lehrer ließ. Dann kam das Rigg.
Das klappte auch mit etwas Glück.

19 Die Segel wurden angeschlagen,
der Motor surrte ohne Klagen,
man übte an- und abzulegen
mit Wind und Wellen auch entgegen.

20 Mann über Bord unter Maschine,
dies Manöver braucht Routine.
Die Boje diente hier als Mann,
ganz wichtig, dass es jeder kann.

21 Der Abend galt den Seemannsknoten.
Hans fand sie schwer, wirklich verboten.
Da gab es Palstek, Kreuz und Achten,
die ihm Schwierigkeiten machten.

22 Am Sonntag war man früh am Segeln,
das Tuch gesetzt nach allen Regeln.
Man übte Halse und auch Wende,
die Boje retten dann am Ende.

23 Hans zeigte sich schon recht geschickt,
so ist ihm bald denn auch geglückt,
die Praxisprüfung zu bestehen
und mit dem Schein nach Haus zu gehen.

24 Den schönen Schein, Motorboot binnen,
Emilie zeigt´s den Nachbarinnen
und Hansens Chef, Herrn Wilhelm Roth,
der selber hat ein Segelboot.

Die Ausrüstung

25 Jetzt, da die erste Hürd´ genommen,
auch Ölzeug sollten all bekommen.
Und Hans, der dieses auch bezweckte
studierte erst einmal Prospekte.

< 26 Die Angebote Hans verwirrten,
die Namen ihm im Kopfe schwirrten.
Zum Beispiel Musto, Hansen, Lloyd.
Die Wahl hat Hans niemals bereut.

27 Elfriede, die an´s Sparen dachte,
den Friesennerz zum Vorschlag machte.
Doch Hans, dem Sparen sonst geneigt,
hat Hang zur Qualität gezeigt.

28 Kein Firlefanz in diesem Falle,
zumindest „offshore“ für sie alle.
Der Kauf der Westen tat ihm weh,
das war ein Loch im Portemonnaie.

29 Nachdem man solcher Art gerüstet
Hans hat nach Schuhwerk es gelüstet.
Die Stiefel kaufte er aus Leder,
denn Gummi trägt ja einfach jeder.

Der erste Törn

30 Um sein Wissen einzusetzen
und die Ausrüstung zu testen,
Hans mit Familie reiste gleich
ans Ijsselmeer, Europas Teich.

31 Dort hat sein Hirn er nicht gemartert
und gleich das erste Boot gechartert.
sieben Meter war es lang,
vor Größerem war Hans noch bang.

32 Man schaffte das Gepäck an Bord,
wenig Platz war leider dort.
Dann musste man sich proviantieren
und alles richtig einsortieren.

33 Die Pantry wurde eingeweiht,
und schon kam auf Gemütlichkeit
bei Eintopf und bei Kerzenschein.
Dazu gab es ein Fläschchen Wein.

34 Dann ging es in die Koje ab,
Emilie dachte – wie im Grab.
Doch bald versank sie lieb und brav
in einen tiefen Seemannsschlaf.

Auf See

35 Am Morgen Hans die Damen kränkte,
weil er sofort zum Aufbruch drängte.
Der Motor schon begann zu stinken
bevor sie konnten Kaffee trinken,

36 Doch Hans als Skipper hat das Sagen,
die Crew darf nicht darüber klagen.
Er brüllt, weil Fehler seinen Lieben
er möchte in die Schuhe schieben.

37 Die Leinen los und aufgeschossen,
die Fender drin, jetzt wild entschlossen
die Hafenausfahrt steuerte an
der frischgebackene Steuermann.

38 Da draußen weht ein leichter Wind.
Nun hieß es setzen so geschwind
wie möglich erst das Groß,
und Hans warf flugs die Großschot los.

39 Leider zu früh, denn aus Versehen,
vergessen in den Wind zu gehen
Hans hatte, und er war sich böse,
die Schot verschwand ganz bis zur Öse.

40 Doch dort befand sich wie geboten
ein solider Achterknoten.
So schaffte es das Töchterlein,
die Schot zu holen wieder ein.

41 Und schließlich sogar ohne Hetzten
gelang das erste Segelsetzen.
Bei halbem Wind und hübscher Brise
vergaß man bald die erste Krise.

42 Im Bikini und in Shorts,
die Füße manchmal außenbords,
die drei genossen Wind und Wellen,
und Hans vor Stolz die Brust wollt schwellen.

43 Wie öde oft der Laie meint,
Pinne zu gehen, doch verneint
der Segler dies, stets muss er achten
auf Segeltrimm und andere Yachten.

44 Auch der Erholungswert ist groß,
denn setzt den Fuß aufs Boot man bloß
sind alle Sorgen schnell verschwunden
mit Job, Familie oder Kunden.

Abends im Hafen

45 Hans und Familie unverdrossen
so ihren ersten Törn genossen.
Erst gegen Abend einen Hafen
sie suchten, um dort gut zu schlafen.

46 Zuerst den Motor angeschmissen,
die Segel weg, das muss man wissen,
die Fender raus, die Leinen klar
zum Landfall nun bereit man war.

46 Doch war der Hafen voll zum Bersten,
gemütlich saßen dort die ersten
im Cockpit, sahen in aller Ruh
bei einem Bier dem Schauspiel zu.

47 Nach einem Liegeplatz man gierte,
nicht jeder gut das Schiffchen führte.
So gab es hier und da Geschrei
und manchmal eine Rangelei.

48 Nach vielen hoffnungslosen Runden
unsere Drei hatten gefunden
hinten im Hafen noch ein Loch,
für ihr kleines Boot reicht´s doch.

49 Hans gleich das Schiff vertäute richtig
mit Vor- und Achterleine, wichtig
ist auch die Spring, damit das Boot
des Nachts nicht überflüssig schwojt.

50 Hans dachte nun an Land zu gehen,
um die Stadt sich anzusehen.
Doch um von Bord an Land zu finden,
zehn Boote war`n zu überwinden.

51 Das tut man übers Vorderdeck
aus Höflichkeit, denn meist im Heck
die Leute sitzen, doch gehört
wird das Getrappel, und das stört.

52 So Hans sich wirklich glücklich schätzte,
dass er im Päckchen war der Letzte.
Doch nur mit langer Turnerei,
sie fanden hin zum fernen Kai.

53 Jetzt meldete sich auch der Magen,
sie hatten Hunger bis zum Kragen
und fanden schnell ein Restaurant
und einen Tisch dort mittenmang.

54 In Holland isst man frischen Fisch,
Bier und Wein kam auf den Tisch,
die Spannung wurde abgelegt,
die Unterhaltung angeregt.

55 Am nächsten Tag ganz in der Frühe
sie warfen los jetzt ohne Mühe.
Der Wind war leider gegenan,
man musste hoch und höher ran.

56 Dann briste es noch kräftig auf,
schneller wurd´ des Bootes Lauf.
Zu voller Länge es sich reckte
bis schließlich Hans ein Reff einsteckte.

57 Weniger Lage hat` es so,
darüber war Emilie froh.
Bald kreuzten sie dann hoch am Wind,
und zurück war´n sie geschwind.

58 Das Boot, es wurd` zurückgegeben;
das war der Start ins Seglerleben
für Hans Emilie, Tochter Ann,
ein neues Dasein so begann.

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